Regisseur und Gestalter

Ettore Cella 1975

Ettore Cella 1975

Ettore Cella, 1975.

Urheber
Fotograf: unbekannt
Herausgeber
Besitzer: SRF
Rechte
© SRF
Sammlungs Nr.
ID: 2016
Ettore Cella, 1975
Ettore Cella undatiert

Ettore Cella undatiert

Ettore Cella, undatiert.

Urheber
Fotograf: unbekannt
Herausgeber
Besitzer: SRF
Rechte
© SRF
Sammlungs Nr.
ID: 2017
Ettore Cella, undatiert

Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler und Hörspiel-Regisseur für das Radio prägte er die Entwicklung des Schweizer Fernsehens auch als Regisseur und Gestalter. Er war Mitbegründer des Fernsehspiels in der Schweiz und betreute Theateraufzeichnungen. Leider sind zahlreiche seiner frühen Fernseharbeiten für immer verloren, da sie später gelöscht wurden und somit aus den Archiven verschwanden. (Ob die Löschungen aus Ignoranz oder Missgunst in Auftrag gegeben wurden, bleibe dahin gestellt.) Wegen seiner Homosexualität ist Cella gemäss eigenen Aussagen auch nie Ressort- oder Abteilungsleiter beim Fernsehen geworden.

Cella kam jeweils mit klaren Vorstellungen von der Umsetzung eines dramatischen Textes ins Studio und trat gegenüber von Technikern und Darstellern bestimmt und fordernd auf. Seine durchdringende, helle Stimme war schon von weitem zu hören. Dabei wirkte er nicht eigentlich autoritär oder herablassend, sondern er begründete seine Anweisungen und hatte immer die Perspektive der Kameras vor Augen. Eines seiner Markenzeichen war ein altmodisches Monokel, das stets vor seiner Brust baumelte und das er ab und zu benutzte. Cella war sich beim Fernsehen für keine Aufgabe zu schade. Als Regisseur betreute er auch "Spielhaus"-Sendungen für Vorschulkinder und wirkte in der Vorabendsendung "Inserateraten" (1982) als fantasievoller Rater mit.

Das Talent als Regisseur hatte Cella auf Theatern in Basel, Bern, Luzern, St. Gallen und Zürich (Opernhaus) geschliffen und unter Beweis gestellt. Am Zürcher Stadttheater (heute Opernhaus) inszenierte er Gaetano Donizettis "Lucia di Lammermoor", Pietro Mascagnis "Cavalleria rusticana", Ruggero Leoncavallos "I pagliacci" und Jacques Offenbachs "La vie parisienne".

Josef Burri, Dezember 2014