1934-1970

Berufliche Karriere

Umschlag Cornichon-Buch

Umschlag Cornichon-Buch

Umschlag 'Das Cornichon-Buch, 1934-44'. Hobein-Verlag, Basel 1945. Quelle: Holbein-Verlag, Basel, 1945, Nachlass Fredi Brauchli, Sammlung Rapp und Ostertag.

Urheber
Hrsg.: Holbein Verlag, Basel
Herausgeber
Besitzer: Dr. Otto Weissert, Holbein-Verlag, Basel
Rechte
© 1945 by Holbein Publishing Co. Ltd.
Sammlungs Nr.
ID: 3090
Umschlag 'Das Cornichon-Buch, 1934-44'
Karl Meier / Carlo Meier als Jude

Karl Meier / Carlo Meier als Jude

Karl Meier / Carlo Meier im Stück 'Babylonische Gefangenschaft', 1946. Cabaret Cornichon. Quelle: Foto aus dem Nachlass von Fredi Brauchli, Sammlung Rapp und Ostertag.

Urheber
Foto: unbekannt
Herausgeber
Besitzer: Nachlass Fredi Brauchli
Rechte
© unbekannt
Sammlungs Nr.
ID: 3091
Karl Meier / Carlo Meier im Stück 'Babylonische Gefangenschaft', 1946

Ab 1934 war Karl Meier im Cabaret Cornichon engagiert. Er war ein unentbehrliches Mitglied, als helfender und allwaltender guter Geist, so Elsie Attenhofer in ihren Erinnerungen. Er war - wie es im Bühnenjargon heisst - "rundum verwendbar". Bei Karl Meier hiess das: man konnte ihm komische wie ernste Rollen anvertrauen, er war in beiden Sparten zuhause.

1947 begann Karl Meier, eine neue und rasch sehr erfolgreiche Karriere bei Radio Zürich, wo er unter anderem zusammen mit Ettore Cella Mitglied der Hörspielgruppe und zugleich mit Lilian Westphal und Hermann Frick einer der drei Hauptträger der Schulfunksendungen wurde, zu denen später auch Jürg Amstein gehörte.

Von Januar 1949 bis Juli 1950 sendete das Radio 17 Folgen der überaus beliebten Hörspielreihe "Polizischt Wäckerli" von Schaggi Streuli. Karl Meier gab darin den Herrn Häberli. "In der Regel waren die Strassen wie leergefegt, wenn gesendet wurde", schreibt André Salathé 1997 in seiner Gedenkschrift über "Rolf"1.

In Streulis Hörspielreihe "Oberstadtgass", die ab Oktober 1955 ausgestrahlt wurde, gab Meier einen Garagisten. Eine Berufung nach Bern als Hörspielleiter lehnte er ab, weil er den KREIS unter keinen Umständen vernachlässigen wollte.

Auch auf den Bühnen des Stadttheaters, des Corso- und Bernhard-Theaters war er regelmässig zu sehen. Am Schauspielhaus, in Film und Fernsehen bekleidete er nur gelegentlich eine Nebenrolle. Dies, so mag ich (Ernst Ostertag) mich aus Gesprächen mit ihm erinnern, weil er wegen der Arbeit im KREIS nur beschränkt zur Verfügung stand.

Nach dem Ende des Cabaret Cornichon 1951 engagierte er sich an der Zürcher Märchenbühne und arbeitete dort während fast zwanzig Jahren bis 1970 regelmässig. "Da beeindruckte er als König oder als Narr oder in anderen Rollen so manches Kinderherz, dass in der Limmatstadt bald einmal vom 'Määrli-Meier' die Sage ging - worüber sich der alternde Mann, der sich zeitlebens eine kindliche Begeisterungsfähigkeit bewahrt hat, ausserordentlich freute."2

'Einerseits, andrerseits'

'Einerseits, andrerseits'

'Einerseits, andrerseits', aus dem Programm 'Plaudereien am Kaminfeuer', 1942. Aus: 'Das Cornichon-Buch 1934-1944', v.l.n.r:: Margrit Rainer, Trudi Schoop, Voli Geiler, Karl Meier / Rolf, Schaggi Streuli, Sulzer. Text: Lesch, Musik: Weissert.

Urheber
Foto: Atelier Eidenbenz, Basel
Herausgeber
Besitzer: Dr. Otto Weissert
Rechte
© erloschen
Sammlungs Nr.
ID: 0420
'Einerseits, andrerseits', aus dem Programm 'Plaudereien am Kaminfeuer', 1942

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Ernst Ostertag, März 2004

Weiterführende Links intern

Cabaret Cornichon

Ettore Cella

Quellenverweise
1

André Salathé: aK, Nr. 1/1997, Gedenkschrift, " 'Rolf' Karl Meier, Schauspieler, Regisseur, Herausgeber des 'Kreis' "

2

André Salathé: aK, Nr. 1/1997, Gedenkschrift, " 'Rolf' Karl Meier, Schauspieler, Regisseur, Herausgeber des 'Kreis' "