Freunde

Claude Réhaut

Claude Réhaut

Claude Réhaut, Paris. Sänger, Chansonier, um 1950. Text: 'Notre collaborateur Claude Réhaut, Paris, qui causera et chantera à la réunion du samedi, 24 juin 1950, à Zurich au local du Club'. Quelle: Der Kreis, 6/1950, S. 16.

Urheber
Foto: 'photo d'amateur français'
Herausgeber
Besitzer: Der Kreis, Schwulenarchiv Schweiz
Rechte
© Schwulenarchiv Schweiz
Sammlungs Nr.
ID: 3184
Claude Réhaut, Paris
G. Scot, Akt

G. Scot, Akt

Aktstudie, Originalzeichnung, von Gérard Raoul Doscot / G. Scot, 1923-1968, Paris. Ein Geschenk von Eugen Laubacher / Charles Welti an Ernst Ostertag und Röbi Rapp anlässlich seines 80. Geburtstags.

Urheber
Künstler: Gérard Raoul Doscot / G. Scot
Herausgeber
Besitzer: Sammlung E. Ostertag/R. Rapp, Zürich
Rechte
© unbekannt
Sammlungs Nr.
ID: 0050
Aktstudie, Originalzeichnung, von Gérard Raoul Doscot / G. Scot, 1923-1968, Paris

Für Eugen Laubacher brachte dieses andere Leben als "Charles Welti" zwar eine gewaltige Mehrbelastung, öffnete ihm jedoch ganz neue Verbindungen nach Frankreich; Kontakte zu Intellektuellen aller Art, zu Dichtern, Schriftstellern, Künstlern, Sängern, Tänzern oder Fotografen ("Studio Arax", Paris), von denen etliche über Jahre und Jahrzehnte hinweg seine Freunde wurden.

Zu einzelnen entwickelte sich mehr, sie waren Liebhaber und eng Vertraute. So etwa der vielseitig begabte, bildschöne Claude Réhaut1, der unter anderem am 24. Juni 1950 im KREIS einen Chanson-Abend gab2 und zudem am Herbstfest desselben Jahres auftrat. Der umfangreiche Briefwechsel von Réhaut und Laubacher blieb im Nachlass erhalten.

Zu besonderen Freunden zählten die ab 1948 im Kreis tätigen Lyriker Robert Lausanne, Paris3 und Léon Marie Estèbe, der das Pseudonym "Hellem" verwendete.

Mit dem Schriftsteller, Historiker und Zeichner Raoul Gérard Doscot / Roger Gérard-Doscot (1923-1968), Paris, verband Charles Welti eine intensive Freundschaft, wie aus dem Briefwechsel ab 1957 hervorgeht. Sie besuchten sich gegenseitig mehrmals und Doscot sandte auch von ihm veröffentlichte Werke (beispielsweise über das Leben der Madame Dubarry). Charles, der den gut 20 Jahre jüngeren mit "Mon cher Garçon" anschrieb, liess ihm Schreibpapier für seine Manuskripte und Geld zukommen, wofür Doscot Kurzgeschichten und Buchbesprechungen für den Kreis verfasste und zudem Zeichnungen lieferte.

Zu einem Freund wurde auch der in Südfrankreich lebende Schriftsteller Georges Portal, unter anderem Autor des 1936 geschriebenen Romans "Un Protestant", von dessen zweitem Band er 1957 einige Kapitel Charles Welti zum Abdruck überliess. Er vermachte Charles zudem etliche Schriften, Briefe und Tagebücher, die Portals Lebenspartner Jacques Paillet, nach dem Tod des Schriftstellers 1958 dem Kreis übergab. Jacques zog nach Paris und wurde gelegentlicher Mitarbeiter des Kreis. Daraus entstand ein jahrelanger Briefwechsel4.

In den Jahren 1951 und 1952 stiessen zwei Autoren aus der welschen Schweiz zum französischen Redaktionsteam: Der fundierte Analytiker, glänzende Stilist und Verfasser von Kurzgeschichten "Bichon" (R. von Kaenel) und der mit weltoffenem Geist rapportierende "Daniel", welcher beispielsweise einen Artikel über "Panaït Istrati, poète de l'amitié" verfasste5.

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Ernst Ostertag, Januar 2005

Weiterführende Links intern

R. Gérard Doscot

Georges Portal, Les pages fran¢aises

Quellenverweise
1

Der Kreis, Nr. 6/1950 und Nr. 7/1950

2

Der Kreis, Nr. 6/1950, angekündigt im Kleinen Blatt

3

Robert Lausanne, teilweise als "Bob", siehe Kennedy, KREIS, eine Zeitschrift und ihr Programm, rosa Winkel Verlag, Berlin, 1999, Seite 86/87

4

Eugen Laubacher unter dem Pseudonym Charles Welti: Der Kreis, Nr. 1/1960 veröffentlichte und kommentierte eine Passage aus "Un Protestant" von Georges Portal

5

Daniel: Der Kreis, Nr. 12/195, "Panaït Istrati, poète de l'amitié"