James Fugaté / James Barr

... ein US-Autor, auch am Herbstfest

James Fugaté / James Barr

James Fugaté / James Barr

James Fugaté / James Barr, 1922-1995. Autor u.a. der im KREIS zur Aufführung gelangten beiden Theaterstücke 'Die Entscheidung' und 'Die Halbstarken' sowie des Romans 'Quatrefoil'.

Urheber
Fotograf: unbekannt
Herausgeber
Besitzer: Schwulenarchiv Schweiz, Zürich
Rechte
© unbekannt
Sammlungs Nr.
ID: 0206
James Fugaté / James Barr, 1922-1995

James Fugaté (1922-1995) hatte unter dem Pseudonym James Barr bereits ab 1953 einige meisterhafte Kurzgeschichten beigesteuert, etwa im Heft 7/1953, S. 31.

Sein Theaterstück "Game of Fools" wurde, von Rudolf Jung / Rudolf Burkhardt übersetzt, am Herbstfest vom 1. Oktober 1955 unter dem Titel "Die Entscheidung" aufgeführt. Ein Jahr später, wiederum am Herbstfest, kam sein Sketch "Death in a Royal Family" auf die Bühne, von Rudolf Jung zum Einakter "Die Halbstarken" umgeschrieben.

James Barrs bedeutenden Homosexuellen-Roman "Quatrefoil" übersetzte Rudolf Jung vollständig ins Deutsche, fand aber zu seinem grössten Bedauern keinen Verleger, wie er in einem kleinen Essay in 7/1953, S. 36 erwähnte. Hingegen erschien 1953 eine französische Ausgabe unter dem Titel "Les amours de l'enseigne Froelich"1.

In der Jubiläumsnummer 9/1957 publizierte Rudolf Jung / Rudolf Burkhardt eine deutsche Leseprobe aus diesem Roman und erklärte im Vorwort2:

"Wir hatten während dieses ganzen Jubiläumsjahres gehofft, dass es uns gelingen würde, für den grossen Roman von James Barr, "Quatrefoil", einen Schweizer Verleger zu finden. Leider ist es uns bis heute noch nicht gelungen, aber wir hoffen und suchen weiter."

Bereits im Heft 5/1953 S. 31 hatte er als R. Young unter dem Titel "James Barr, Profile of an American Author" über das - für die damalige Zeit - Herausragende an Barrs Werken festgestellt:

"Though Barr gives the homosexual problem a prominent part in his writings, he shows his characters at the same time not only as homosexuals but as complex human beings."

Und gegen den Schluss fügte er an:

"As to the literary quality of Barr's writing and his masterly command of language, I should like to quote what a friend, engaged in the translation of Quatrefoil recently wrote [...]

Die zitierte Würdigung "eines Freundes" hatte er allerdings selbst geschrieben und bereits in 2/1952, S. 27 unter dem Pseudonym "Christian Graf" im deutschen Teil der Zeitschrift veröffentlicht. Ein für Rudolf recht typisches Vorgehen.

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Ernst Ostertag, Januar 2005

Quellenverweise
1

James Barr, Edition Paris, 1953

2

Der Kreis, Nr. 9/1957, Seite 23 ff