Höhepunkte

... Blumenfeste im Mai und Apachen-Bälle im November

Bolliger, Dankkarte

Bolliger, Dankkarte

Dankkarte der Isola mit Zeichnung von René Bolliger. Isola Basel, Festtagsgruss und Dank an Röbi Rapp und Ernst Ostertag mit dessin original de René Bolliger, 1957 oder 1959. Quelle: Sammlung Rapp und Ostertag.

Urheber
Urheber: René Bolliger
Herausgeber
Besitzer: Sammlung Rapp und Ostertag
Rechte
© Röbi Rapp
Sammlungs Nr.
ID: 3005
Dankkarte der Isola mit Zeichnung von René Bolliger

Bereits im Mai 1957 folgte ein erster Hinweis auf das Programm im Isola-Club1:

"Besuchen Sie das heimelige Basler Kreis-Lokal ISOLA, Gerbergässlein 14 (nicht Gerbergasse!). Geöffnet jeden Mittwoch 20-24 Uhr und Samstag 20-01 Uhr. [...] Samstag, den 18 Mai 21 Uhr: Kameraden aus Zürich zeigen Cabaret und Mode. Mittwoch, den 12. Juni, 21 Uhr: Rolf [Karl Meier] liest homoerotische Dichtungen."

Von nun an gab es Hinweise auf die Isola und ihr Programm in jedem Heft bis Ende 1967.

Am 9. Mai 1959 wurde die Dekoration der Eröffnungsfeier, von der alle noch zu träumen schienen, wiederholt als "Grosses Blumenfest mit Cabaret", wozu es hiess:

"Jeder schmückt sich mit einer Blume. Der schönste Blumenschmuck wird prämiert (keine Verkleidung, jedoch sportliches Tenue nicht unerwünscht)."

Die im Cabaret Mitwirkenden waren Karl Meier / Rolf und Röbi Rapp, wobei ich (Ernst Ostertag), damals bereits selbstverständlich, mit Rolf zusammen Regie führte und als Souffleur amtete. Rolf wohnte als Gast bei Ernest und wir beide hatten ein Zimmer bei einem befreundeten Ehepaar im Nachbarhaus.

Im November 1958 gab es einen der damals beliebten "Apachen-Bälle" mit Prämierung des besten Tänzers und des originellsten Kostüms. Ein Jahr später wurde der erfolgeiche Abend wiederholt als "Bal des Apaches", natürlich wieder mit Prämierungen. Die Einladung erwähnte den Montmartre in Paris als Ort2,

"wo sich bunt zusammengewürfelt Musiker, Dichter, Schauspieler, [...] Gigolos, [...] Apachen und viele andere Nachtschattengewächse zu Tanz und fröhlichem Treiben ein Rendez-vous geben [...]. Wir wollen keine Maskerade mit Schleppen und Huch und Hach, sondern gerissene, einfache Verkleidungen, wie man sie am letztjährigen Ball [...] gesehen hat.

Wer gar nichts weiss, der kommt wenigstens mit einem roten Tuch um den Hals, damit er nicht 'unangenehm auffällt'. Umkleidemöglichkeiten vorhanden - Maskerade ausserhalb des Lokals streng untersagt - Maximale Platzzahl in unserer Isola: 150 Personen."

Ernst Ostertag, Juni 2005

Quellenverweise
1

Der Kreis, Nr. 5/1957, Umschlag

2

Der Kreis, Nr. 10/1959, Beilage