SOH und hey, 1981

GV, Beratungsstelle, hey

Titelblatt hey 12/1981

Titelblatt hey 12/1981

Titelblatt 'hey', 12/1981.

Urheber
Urheber: Zeitschrift hey
Herausgeber
Besitzer: Schwulenarchiv Schweiz (sas), Zürich
Rechte
© sas
Sammlungs Nr.
ID: 0184
Titelblatt 'hey', 12/1981
Clubs der SOH, Anzeige

Clubs der SOH, Anzeige

Anzeige-Seite: Clubs, die der SOH angeschlossen sind. hey 12/1981, S. 20. Quelle: hey, das SOH-Magazin, 12/1981.

Urheber
Hrsg.: SOH Schweizerische Organisation
Herausgeber
Besitzer: SOH, Schwulenarchiv Schweiz
Rechte
© Schwulenarchiv Schweiz
Sammlungs Nr.
ID: 3042
Anzeige-Seite: Clubs, die der SOH angeschlossen sind

Die Generalversammlung (GV) vom 25. April im Club HEY wählte Werner Hohlfeldt zum neuen Vorstandsmitglied. Alle übrigen wurden in ihren Chargen bestätigt.

Der Jahresbericht des Präsidenten erwähnte als wichtigste Arbeit "die Erstellung unserer Vernehmlassung zur Strafrechtsreform".1 Sie umfasste 14 Seiten und war mit den anderen Organisationen, vorab der HACH (Dachorganisation der Homosexuellen Arbeitsgruppen Schweiz), koordiniert worden. Ein Bericht zum Stand der Dinge samt Pressestimmen erschien in der Mai-Nummer des hey2 und einen weiteren Bericht mit dem Text der Vernehmlassung der SOH brachte das Novemberheft.3

Die Beratungsstelle war zweimal wöchentlich geöffnet. Sie erhielt durchschnittlich zwei Anrufe pro Woche und hatte etwa 50 Besucher im Jahr. Das sollte sich mit der beginnenden Aids-Krise bald wesentlich ändern. Aber schon immer gab es erschütternde Schicksale, die in Briefen und anderen Dokumenten zum Ausdruck kamen und bei der Beratungsstelle von 1972 bis 1991 abgelegt wurden.4

Die dritte internationale IGA-Konferenz nahm die HACH als zweite schweizerische Organisation auf.

"Damit werden die organisierten Schweizer Homosexuellen [...] in Zukunft breiter vertreten sein, was angesichts der immer wichtiger werdenden Solidarität zu begrüssen ist."5

Am 28. Oktober trat die SOH als Mitglied dem Verein Boldern7 bei .

Die Groupe Symétrie, Lausanne lieferte regelmässig ihre drei bis vier Seiten "Voix romande".

Es erschienen mehrere Themennummern:

  • Sadomasochismus in Ausgabe 1
  • Transvestiten und Transsexuelle in Nummer 3
  • die Oktoberausgabe war ganz den Lesben und ihrer Bewegung gewidmet
  • die Sommernummer 7/8 stellte Truman Capote vor, am Schluss versehen mit einer detaillierten Bibliographie aller in deutscher Sprache erhältlichen Werke6
  • auch die bekannte Aufnahme von Henri Cartier-Bresson fehlte nicht, sie war bereits im Kreis Nr. 1/1949 erschienen. Das Ganze wollte brillant geschriebene Ferienlektüre vorstellen und dafür werben.

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Ernst Ostertag, April 2007

Quellenverweise
1

hey, Nr. 7/8/1981, Seite 4

2

hey, Nr. 5/1981, Seite 7

3

hey, Nr. 11/1981, Seite 4 ff

4

Heute im sas unter 36.70.21. M7 und 36.70.8

5

hey, Nr. 7/8/1981, Seite 4

6

hey, Nr. 7/8/1981, Seite 6 ff

Anmerkungen
7

Evangelisches Tagungs- und Schulungszentrum Boldern, ZH