Magnus Hirschfeld, Adolf Brand, Caspar Wirz und Karl Meier
Nachfolger der Pioniere
Unter den Vorkämpfern gab es einige, die als eigentliche Pioniere der Homosexuellen-Emanzipation in die Geschichte eingingen. Zu ihnen zählen Heinrich Hössli, Karl Heinrich Ulrichs und Jacob Rudolf Forster. Ihrem Denken und Handeln folgten weitere Männer. Sie bildeten sozusagen die zweite Generation.
Karl Meier (1897–1974) führte die Emanzipationsbewegung in die Schweiz zurück. Er lebte von 1924 bis 1932 in Deutschland, wo er als Schauspieler tätig war und Kontakte zur deutschen Schwulenbewegung hatte. Für Karl Meier wurde nebst Magnus Hirschfeld auch Adolf Brand und dessen Zeitschrift Der Eigene zum Vorbild für seine späteren Tätigkeiten in der Schweiz
Der Kreis. Diese beiden Persönlichkeiten spielen daher in der schweizerischen Schwulengeschichte eine wichtige Rolle.
Magnus Hirschfeld
Dr. Magnus Hirschfeld, deutscher Arzt, Sexualforscher, Gründer des «Wissenschaftlich–humanitären Komitees» 1897, war der «unerschrockenste Vorkämpfer für die Rechte der Homoeroten aller Zeiten. Dem Verdienste dieses Gelehrten von Weltruf ist es zu verdanken, dass der abendländischen Menschheit endlich die Verachtung und Hass schaffende Binde alter Überlieferungen von den Augen genommen und in eine Welt von blindem Vorurteil und Verständnislosigkeit eine Bresche geschlagen wurde.» So Karl Meier 1937 in seinem Nachruf zu
Magnus Hirschfeld.
Adolf Brand
1896 gründete er die erste Zeitschrift mit homoerotischem Inhalt und nannte sie Der Eigene. Später gründete er auch einen Verlag, der bis 1933 bestand. Die Zeitschrift hatte ein hohes literarisches und künstlerisches Niveau und erschien ziemlich regelmässig bis 1932. Karl Meier schrieb auch einige Artikel, die Brand publizierte. Zum Leben von
Adolf Brand.
Caspar Wirz
Durch seine präzisen theologischen Schlussfolgerungen und als einziger schweizerischer Obmann des Wissenschaftlich-humanitären Komitees nimmt Wirz einen besonderen und wichtigen Platz in der Schwulengeschichte unseres Landes ein. Das Leben und Wirken von
Caspar Wirz.
Karl Meier
Leben und Werk des grossen Mannes des Schweizer Homosexuellen-Emanzipation. Unter dem Pseudonym «Rolf» leitete er die Zeitschrift Der Kreis und den Abonnentenzirkel KREIS. Er war eine vielseitige Persönlichkeit und eine verständnisvolle Vaterfigur, die zahllose Jüngere inspirierte. Ein Rückblick auf das Leben von
Karl Meier.
Alfred Brauchli, Freund und Gefährte von Karl Meier
Das Kapitel über den Lebenspartner «Fredi» zeigt die private Seite von
Karl Meier und Alfred Brauchli.

