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Freundschafts-Banner

Die Zeitschrift Schweizerisches Freundschafts-Banner (FB) und die herausgebenden Organisationen

1933-1937

Nach den Schilderungen des Zustandekommens eines einheitlichen eidgenössischen Strafgesetzes (StGB) soll jetzt die Geschichte schweizerischer Gruppierungen wieder aufgenommen und die Zeit von 1933 bis 1937 in den folgenden Kapiteln behandelt werden.

Die erste Ausgabe erschien am 15. April 1933. Sie war als Fortsetzung der 19 Nummern des kleinformatigen Freundschafts-Banners von der gleichen Redaktionsgruppe herausgegeben worden, die im Januar 1932 dieses allererste schweizerische Heft publiziert hatte.

Es blieb auch jetzt beim zweimaligen Erscheinen pro Monat und es wurde mit der Numerierung fortgefahren. Das erste Schweizerische Freundschafts-Banner trug die Nummer 20. Die nächste Ausgabe (Nr. 21) konnte erst auf Ende Mai herauskommen. Dafür war sie eine Doppelnummer und holte so die versäumte Ausgabe von Mitte Mai nach. Zudem sah sie wesentlich professioneller aus: sie erschien im Buchdruck auf weissem Papier und in grossem Format. In dieser Form wurde die Zeitschrift regelmässig alle 14 Tage bis Ende 1936 ausgeliefert.

Von grösster Bedeutung aber ist die Zeit dieser Neuauflage. Das Schweizerische Freundschafts-Banner entstand, als in Deutschland sämtliche Publikationen konfisziert und eingestellt und alle homosexuellen Organisationen zerschlagen wurden. Im Mai 1933 vernichteten die Nazis auch die Räume des Wissenschaftlich-humanitären Komitees in Berlin und verbrannten öffentlich die umfangreiche Bibliothek mit allen ihren wertvollen Beständen.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterErnst Ostertag, August 2010