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"Das künstlerische Werk"

Drama über den Fall Redl

In Januar stellte Rolf zusammengefasst das Schauspiel "Opernball 13" des Schweizers Öffnet externen Link in neuem FensterCäsar von Arx vor und setzte eine Schlüsselszene ins Heft. Das Werk war 1932 erschienen. Einleitend schrieb er:

"und jeder von uns sollte es kennen und besitzen! Es enthält die schönste Liebesszene mannmännlicher Neigung, die wir in der modernen Bühnenliteratur besitzen; (…) Das Stück spielt während des ersten Weltkrieges 1914/18. Im Mittelpunkt steht die Spionageaffäre des österreichischen Öffnet externen Link in neuem FensterObersten Redl. (…) Oberst Lert ist eine menschlichere Gestalt als der Oberst in Wirklichkeit. (…) Nur so konnte der Dichter die gewagte Fragestellung der mannmännlichen Liebe in die dramatische Diskussion werfen. (…) Seine geistige Haltung überzeugt und erschüttert, sodass dieses Drama über alle Schweizer Bühnen, auch die kleinen, gehen konnte, ohne unser Lebensschicksal in eine fruchtlose Auseinandersetzung mit Unverständigen zu reissen. (…) Die Einfühlungsgabe des nicht homoerotischen Dichters in unsere Welt ist erstaunlich. Das Stück kann durch alle Buchhandlungen bezogen werden."

Wissenschaftliche Themen brachten die Nummern 5 und 6/1941 mit einer Abhandlung von Öffnet externen Link in neuem FensterDr. Sigmund Freud unter dem Titel "Die Inversion" und die Hefte 10 und 11 mit Öffnet externen Link in neuem FensterDr. Kurt Hiller zum Thema "Ethische Aufgaben der Homosexuellen".

Zudem wurde in 3/1941 auf den Unterschied zwischen dem neuen Strafgesetzbuch und dem Militärstrafgesetz hingewiesen: Im Militär sind und bleiben alle homosexuellen Handlungen verboten und werden bestraft, was auch zu Konsequenzen im Zivilleben führen kann! Eine wichtige Information für alle "Feldgrauen".

Öffnet internen Link im aktuellen FensterErnst Ostertag, August 2004