Besondere Abonnenten
- Natürlich gab es bedeutende und bekannte Persönlichkeiten, die Abonnenten waren, wovon aber die meisten KREIS-Kameraden so wenig wussten wie die ahnungslose Öffentlichkeit.
- Und es gab viele andere, nur im KREIS aktive Menschen, die alle kannten, weil sie dort oft anwesend waren und teilweise in irgendeiner Funktion mitarbeiteten, sonst aber in nie genannten Berufen standen, meist lebenslang als Homosexuelle unerkannt. Das war die Norm.
- Eine dritte Gruppe bildeten die Aussenseiter, Abonnenten zwar und oft mit den Redaktoren befreundet, aber nie oder nur selten den KREIS besuchend, vielleicht mal zu Anlässen wie Jahresversammlungen.
In den vorausgegangenen Kapiteln und Abschnitten sind manche der "Besonderen" aus diesen drei Gruppen vorgestellt oder wenigstens erwähnt worden. Ein paar seien hier noch etwas ausführlicher, andere erstmals überhaupt herausgehoben.
Sie sind Teil jenes Netzes von Beziehungen unter Gleichfühlenden aus allen Schichten des Volkes, das für den KREIS und seine Abonnenten so typisch war. Die folgenden sieben Lebensbilder illustrieren die gesellschaftliche Situation und die persönlichen Umstände, wie sie vorherrschten, als der KREIS eine überlebenswichtige Rolle spielte. Im achten Beispiel kommt eine verborgen gebliebene Frau zu Wort.
Ernst Ostertag, Januar 2011
