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Ausbau - Vernetzung

Politische Vorstösse

1986-1988

Im März 1986 trat eine Sektion Tessin, OSIEO, der VHELS bei, womit die Vereinigung wirklich dreisprachig wurde.

An der ILGA-Konferenz in Kopenhagen hielten zwei Mitglieder gemeinsam ein Referat, Jean-Pierre Sigrist in französischer und Bernhard Rüegger in englischer Sprache.

1987 intervenierte Jean-Pierre Sigrist als Europakoordinator der ILGA und Vorsitzender der Sektion "Erziehung" bei der britischen Regierung und beim britischen Parlament wegen der diskriminierenden Clause 28 von Premierministerin Margaret Thatcher. Dieses skandalöse Gesetz verbot die «Förderung der Homosexualität». Das hatte zur Folge, dass nur noch negativ über Lesben und Schwule berichtet werden durfte.

Am 10. Juni 1987 stellte Erwin Ott einen Antrag im Basler Grossen Rat:

"Aufklärung und Beratung von homosexuell empfindenden Jugendlichen und Heranwachsenden im Kanton BS".

Am 22. Juni lehnte der Regierungsrat jedoch das Eintreten auf diesen Antrag ab.

Über das Wochenende vom 24./25. Oktober 1987 konnte am Schwarzsee (FR) ein erstes Nationales Treffen der VHELS organisiert werden. Dessen Erfolg war so gross, dass eine Herbstwochenend-Tradition entstand.

Zwei VHELS-Mitglieder aus dem Kanton Bern stellten am 16. März 1988 der Berner Erziehungsdirektorin Leni Robert die Vereinsanliegen vor - mit positiver Reaktion. Leni Robert war 1986 zusammen mit Benjamin Hofstetter in den Regierungsrat (Exekutive) des Kantons Bern gewählt worden, beide als erste Regierungsräte der Grünen in der Schweiz (GFL, Grüne Freie Liste).

Nach 5 Jahren VHELS - der Verein hatte 53 Mitglieder - gab es am 14. Mai 1988 in Genf die Jubiläums-Versammlung zu feiern. Dabei trat der Basler Grossrat Erwin Ott als Vizepräsident zurück und wurde durch den Zürcher Andreas Forrer ersetzt, weil sich keine Frau - wie eigentlich erwünscht und vorgesehen - zu diesem Amt melden wollte.

Am Verbandstag des VPOD Schweiz in Zürich, Juni 1988, plädierten Jean-Pierre Sigrist und M.A. (anonymisiert, Initialen) für die beiden Ergänzungsanträge der VHELS zu den neu gefassten VPOD-Schwerpunkten:

  • Keine Diskriminierung von HIV-Positiven und an AIDS erkrankten Personen.
  • Keine Diskriminierung von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern auf Grund ihrer Homosexualität.

Beiden Anträgen stimmte die Versammlung zu.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterErnst Ostertag, September 2007