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hey: Redaktionsteam

1972

'hey' 8/1972
Umschlagblatt von Erwin Scheiwiller / Eric Capu

Da mir (Ernst Ostertag) bereits im März die Mitarbeit als Lektor und Verfasser von gelegentlichen Berichten angetragen wurde und ich zusagte, begegnete ich nebst einigen alten Freunden auch etlichen Neuen, die sich in dieser ersten hey-Gruppe einbrachten.

Angefragt wurde ich von Erwin Scheiwiller (geb. 1946), der in der Bildredaktion des club68 mitgewirkt und schon als Retoucheur-Lehrling Illustrationen für den Kreis bearbeitet hatte. Er lancierte nun das hey.

Ihm zur Seite stand Fredel Reichen als Grafiker. Bildmaterial lieferten nebst Erwin selber vor allem Karlheinz Weinberger / Jim (bis 1983) und Thomas Wetzel / Tom, der zudem bis 1983 regelmässig inserierte (Tom Men's Shop).

Ebenfalls zur Redaktion gehörte zunächst Robert Abraham, ab Heft 6 auch Werner Tanner, der als neuer Präsident für jede Ausgabe seine beliebten Editorials "Liebe SOH Mitglieder" schrieb. Das erste davon trug den Titel "Vom Stolz, schwul zu sein", wobei er den Begriff "schwul" negativ beurteilte.

Mitarbeiter im Redaktionsteam waren zudem - und für viele weitere Jahre - Jost Schüpbach (1946-1990) unter dem Pseudonym Willi Merling (bis 1983) - er war der Freund des späteren Präsidenten Guido Heuberger -, der Publizist und spätere Fernsehredaktor Joseph oder Joe Stadelmann, sowie André Roesch, der bald die französischsprachigen Seiten betreute. Einer, dessen Beiträge weiterhin regelmässig erschienen, war der deutsche Journalist Johannes Werres; über seine GNG (Gay News Germany) lieferte er auch wichtige Nachrichten.

Persönliche Anmerkung:

1954 hatte ich Erwin Scheiwillers späteren Lebenspartner kennengelernt: Fred Eichenberger (geb. 1932). 1956 wurden er und Constantin Zuppiger (geb. 1929) ein Paar, fast zur selben Zeit wie Röbi und ich. Nun unternahmen wir Reisen zu viert.

1961 wechselte Fred zum erst 15jährigen Erwin Scheiwiller und Coni (Zuppiger) fand ein Jahr später den 20jährigen Philippe Vialatte als Lebenspartner. Über den Kreis und die Nachfolgepublikationen sind wir alle in freundschaftlicher Verbindung geblieben - bis heute. Leider starb Philippe 1998.

Den Club Hey, von 1976-1983 zur SOH gehörend, führten Erwin Scheiwiller und Fred Eichenberger bis 2011.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterErnst Ostertag, Juni 2006