10 Jahre fels
Der Weg zur Gleichstellung
2007
Die Vereinszeitung fels-spalten Nr. 1/2007, welche genau zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Partnerschaftsgesetzes erschien, stellte die beiden neuen Leporellos vor.
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Das eine in Blau/Orange und Titel "gemeinsam für Akzeptanz" sollte der Mitgliederwerbung dienen, während das andere in Blau/Grün, "Wichtige Schritte auf dem Weg zur Akzeptanz von Lesben und Schwulen" für breit gestreute Aufklärung gedacht war. Beide gemeinsam hatten einen Anmeldetalon und nannten Grundsätze, Angebote und Programm des Vereins.
Für die Werbung (Blau/Orange) operierte man mit Ausführungen zu "fels verschafft uns Gehör" und "Ihr Engagement bei fels hat Gewicht", während das Aufklären (Blau/Grün) unter dem Titel " 'Nur' anders" von der Lösung des Problems durch Annehmen der Tatsache (und des eigenen Kindes) handelte und mit dem Titel "Es geht uns alle an!" das Meistern des Alltags mit den Kindern zusammen thematisierte:
"Alle Eltern werden früher oder später mit Homosexualität konfrontiert. Die meisten durch Fragen ihrer neugierigen Kinder. Es könnte aber auch sein, dass ihre Tochter eines Tages erzählt, dass sie eine Frau liebt - oder ihr Sohn, dass er einen Mann liebt.
Anders zu sein ist für die meisten Menschen schwierig, und Sexualität ist ein heikles Thema - gerade in der Jugend. Stellen junge Menschen fest, dass sie gleichgeschlechtlich lieben, wird ihr Leben noch komplizierter. Gerade dann brauchen sie die Liebe ihrer Eltern, die Nähe ihrer Angehörigen und das Vertrauen zu ihren Bezugspersonen.
Wenn Sie sich dabei unsicher fühlen, helfen wir von fels gerne weiter."
In einem Spendenaufruf vom 22. August 2007 hiess es zusätzlich:
"(…) Die Suizidgefährdung junger homosexueller Menschen ist immer noch viel zu hoch. Die Angst vor gewalttätigen Übergriffen trägt (…) auch dazu bei. Es darf nicht sein, dass Homosexualität ein Grund ist, sein Leben wegzuwerfen."
Aus dem Jahresbericht 10 Jahre fels:
"fels ist heute innerhalb der Lesben- und Schwulenorganisationen der Schweiz bekannt und vernetzt. Das heterosexuelle Elternhaus kennt fels jedoch noch nicht. Homosexualität wird immer noch tabuisiert. (…)
Mit einer Informationskampagne machen wir allen Eltern bewusst, dass sie (…) ihr Kind so annehmen können, wie es ist (…).
(…) Im Rahmen unseres Projektes 'Akzeptanz in Schule und Elternhaus' nahm das Vorstandsmitglied Walter Keller am 4. Juli 2007 an einer Koordinations-Tagung aller schweizerischen Elternorganisationen teil. Er konnte fels und seine Tätigkeit einem interessierten Fachpublikum bekannt machen. (…)"
Der Einsatz von fels muss weiter gehen. Er ist in der "Keimzelle" des Staates, der Familie, noch immer im wörtlichsten Sinn Not wendend.
Ernst Ostertag, Juni 2008


