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Heinrich Hössli Stiftung
ab 2008
Von Anfang an, also mit der Gründung des sas (schwulenarchiv schweiz) war klar, dass eine sas-eigene Stiftung Besitzerin der gesammelten Archivalien sein sollte. Denn eine Stiftung würde für Leihgeber und Spender Sicherheit bedeuten. Sie wäre steuerbefreit und könnte somit problemlos Schenkungen und Nachlässe von Privatpersonen oder Körperschaften wie Vereinen etc. entgegennehmen. Älteren Schwulen wäre es leichter möglich, ihre Materialien, Sammlungen oder Vermächtnisse finanzieller Art über die Stiftung dem sas zuzuführen.
Bald fand man auch einen passenden neutralen Namen, denn das Wort "schwul" (wie in "sas") wollte man vermeiden, um niemand (etwa vermögende Ältere oder Aussenstehende) vor den Kopf zu stossen: Heinrich Hössli Stiftung sollte sie heissen. Dies zu Ehren und in Erinnerung an jenen Schweizer, der bereits 1836 mit der These in die Öffentlichkeit trat, Homosexualität sei eine Spielart der Natur und könne daher weder als Sünde, noch Krankheit oder gar Verbrechen bezeichnet und geahndet werden.
Es vergingen 15 Jahre, bis ein ehemaliger Abonnent des Kreis den zur Eröffnung einer Stiftung benötigten Betrag spendete. Er tat dies testamentarisch aus seinem Nachlass. Damit war der Weg zur Gründung frei.
Ernst Ostertag, November 2011
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