Newsletter 18

Juni 2011

Diese Ausgabe enthält folgende Themen:

  • Kolumne: Erster Nationaler CSD in Bern, 1979
  • Werbung für schwulengeschichte.ch
  • Besucherstatistik 2011

   

Erster Nationaler CSD, Bern, 23. Juni 1979

Demo, Bern 1979

Erster Nationaler CSD in Bern, 1979

Demonstrationszug mit Transparent 'Bärn het Schwuli gärn'.

Urheber
Fotograf: unbekannt
Herausgeber
Besitzer: sas
Rechte
© unbekannt
Sammlungs Nr.
ID: 0199
Demonstrationszug mit Transparent 'Bärn het Schwuli gärn'

eos. Juni ist weltweit der Monat für den CSD oder die Pride.

CSD (Christopher Street Day) erinnert an den ersten Aufstand in und vor der Stonewall Inn Bar im New Yorker Greenwich Village. Diese Bar liegt an der Christopher Street. Damals, am 27. Juni 1969, schlugen Lesben, Transvestiten und Schwule zurück, als die Polizei am dritten aufeinander folgenden Abend zur Razzia vorfuhr. Und sie trieben die Uniformierten in die Flucht.

Das war die Wende. Homosexuelle wollten nicht länger Opferlämmer sein. Das war der Anfang. Spontan und plötzlich entstanden die Gay Liberation und der grosse Stolz darauf, schwul zu sein (Pride).

Zwei Jahre später kam die Bewegung der Homosexuellen-Befreiung in Europa an. Und damit auch in der Schweiz. Es formte sich die erste Homosexuelle Arbeitsgruppe in Zürich, die HAZ.

1978 war man soweit gefestigt, dass gemeinsam mit der SOH (Schweizerische Organisation der Homophilen, gegr. 1967) und mit der HFG (Homosexuelle Frauengruppe Zürich) der Kampf zur Abschaffung der Schwulenregister aufgenommen und öffentlich gemacht werden konnte. Das taten die drei Gruppierungen mit einer Unterschriftensammlung (Petition), deren Höhepunkt die erste CSD-Demo in der Schweiz war. Im Februar 1979 musste die Zürcher Polizei öffentlich bekanntgeben, dass die Homokartei abgeschafft und vernichtet sei.

Dieser Sieg wirkte. 1979 riefen die Berner HAB (Homosexuelle Arbeitsgruppen Bern) zusammen mit der SOH zum "Ersten Nationalen Schwulen-Befreiungstag, 10 Jahre Christopher Street Day" auf. Das Motto hiess "Bärn het Schwuli gärn". Aber das sollte kein Kuschelanlass sein, es ging um die Forderung nach unwiederbringlichem Abschaffen und Vernichten aller Schwulenregister sowohl beim Kanton wie in der Stadt.

In der Stadt wurde das erreicht. Aber beim kantonalen Registrieren gab es volle elf Jahre später ein böses Erwachen...
Mehr zum Ersten Nationalen Befreiungstag und den Folgen.

  

Werbung für schwulengeschichte.ch

bs. Unser Lektor, Beat A. Stephan, hat für das Mannschaft-Magazin einen weiteren Hinweis auf schwulengeschichte.ch verfasst. In der Juni-Ausgabe geht es um die Bilder-Zensur im Kreis mit dem Titel "Zipfel des Anstosses" - hier das PDF. Weitere Infos und Abos: Mannschaft-Magazin

  

Besucherstatistik 2011

si. Zwischen Januar und Mai 2011 konnte die Website schwulengeschichte.ch über 15'000 Besucher verzeichnen, täglich im Durchschnitt also ca. 100 Besucher.

Auch wenn in der Statistik erhebliche monatliche Schwankungen zu sehen sind, ist die Konstanz seit dem Aufschalten der Website im Juni 2009 doch erstaunlich. Zum Vergleich siehe dazu auch den Newsletter 1, in dem wir zum ersten Mal eine Besucherstatistik veröffentlicht haben.

  

Besucherstatistik Januar-Mai 2011

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