Newsletter 32

August 2012

Diese Ausgabe enthält folgende Themen: 

  • Wie sind wir "schwul" geworden?
  • Mitglied werden im Verein "schwulengeschichte.ch"
  • Neu: PDF-Funktion

    

Wie sind wir "schwul" geworden?

eos. Wir machten das Schimpfwort "schwul" zum Begriff für selbstbewusstes Stolz-Sein auf unsere Lebensart. Das ging aber nicht so schnell und einfach. Noch heute gibt es Schwule, denen das Wort im Hals stecken bleibt.

Doch mit "schwul" begann die Kampfzeit der 1970er Jahre.

Zuvor sass unsereins im Ghetto und entwickelte still und ungestört die eigene Form von Kultur. Dann wurden wir hinausgerissen, wurden öffentlich beschimpft, polizeilich registriert. Wir waren "Sumpf und Schande".

Und jetzt hatten wir genug.

Wir machten die baby-mädchen Farbe Rosa zur unsrigen und den rosa Winkel der Nazis zum Symbol unserer Forderung auf Recht; das Schimpfwort "schwul" wurde Zeichen unserer Normalität.

Zäh rangen wir dem "sittlichen Empfinden" jeden unserer Erfolge ab. Oft genug gab es Rückschläge und Verluste, von denen die heutige Gesellschaft nur mehr wenig weiss.

Denn es war nicht leicht, "schwul" zu akzeptieren - weder bei sich selbst noch in der Gruppe - oder gar als "Schwuler" in die Öffentlichkeit zu treten und Akzeptanz zu fordern. Schwules ist eklig, das sass tief.

Also musste das einzig wirkliche Ziel die Änderung des Denkens sein. Es ging um Offenheit, um die eigene und die der ganzen Gesellschaft oder doch einer Mehrheit davon.

Das Wort "schwul" stand am Anfang dieses Prozesses. Sehen wir genauer hin. Es ist spannend und begann vor 40 Jahren.

  

Mitglied werden im Verein "schwulengeschichte.ch"

mt. Hinter dem Projekt "schwulengeschichte.ch" stehen nicht nur die beiden Autoren und eine kleine Zahl von aktiv Mitarbeitenden. "schwulengeschichte.ch" ist auch ein Verein, der zum Zweck hat, den Fortbestand und die Weiterentwicklung dieser Website zu sichern.

Wie bereits im Newsletter 24/2011 berichtet, erarbeiten Vorstand und eine Projektgruppe derzeit ein neues Leitbild, um die Weiterentwicklung des Projektes sicherzustellen. Diese Arbeiten werden im Laufe des Herbstes abgeschlossen sein, so dass im kommenden Jahr erste Schritte umgesetzt werden können. Wir sind überzeugt, dass die Darstellung schwuler Geschichte und Geschichten aus der Schweiz einen wichtigen identitätsstiftenden Beitrag für den einzelnen und für die Gesellschaft als Ganzes leisten. Deshalb braucht dieses Projekt aber auch die Unterstützung eines grösseren, festen Förderkreises.

Darum möchten wir nun die Basis des Vereins erweitern und laden alle Empfänger und Leser des Newsletters ein, Mitglied im Verein "schwulengeschichte.ch" zu werden.  Hier können die Vereinsstatuten als PDF heruntergeladen werden. Der Jahresbeitrag für Passivmitglieder beträgt lediglich 100 Franken im Jahr (für das laufende Jahr 50 Franken). Neben dem finanziellen Beitrag ist vor allem die breite ideelle Abstützung des Projekts ein wichtiges Ziel. Der Vorstand freut sich über zahlreiche Anmeldungen per email. Natürlich freuen wir uns auch über Fragen und Anregungen zu Verein und Web-Projekt.

Für den Vorstand
Marcel Tappeiner, Projektleiter

  

Neu: PDF-Funktion

Neu ist der Button zur PDF-Erstellung links neben dem Druckversion-Button zu sehen

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Urheber
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Rechte
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Sammlungs Nr.
ID:

si. Die Website schwulengeschichte.ch hat eine neue Funktion erhalten.

Neu kann von jeder einzelnen Webpage nicht nur eine speziell formatierte Druckversion erzeugt werden, sondern nun ist es auch möglich, von jeder Seite eine PDF-Version zu erstellen.

Warum braucht es eine PDF-Version? Es gibt mehrere Gründe:

  • Jede ernst zu nehmende Website bietet nicht nur eine Druck-Version an, sondern darüber hinaus eine PDF-Version ihrer Webpages. Die Druck-Version von schwulengeschichte.ch wurde schon von Anfang an implementiert.
  • Die Druck-Version kann direkt auf dem lokalen Drucker ausgegeben werden. Wer aber kein kein eigenes PDF-Erstellungsprogramm installiert hat, kann damit nur eine sog. hard copy erstellen.
  • Die PDF-Version steht wegen der Komplexität dieser Funktion erst jetzt zur Verfügung. Sie hat den Vorteil gegenüber der Druck-Version, dass PDFs als Dateien gespeichert werden können. Das ist für den User eine Erleichterung und braucht weniger Papier.
  • Es ist aber auch im Interesse des Vereins schwulengeschichte.ch, eine eigene History der einzelnen Seiten als Dateisammlung zu haben, um bei kommenden Veränderungen diese jederzeit nachvollziehen zu können. Dies ist insbesondere darum wichtig, weil der Verein beabsichtigt, die Website in Zukunft zu ergänzen und zu erweitern. 

Wir freuen uns, dass wir unseren Usern diese neue Funktion anbieten können. Sollten Formatierungsprobleme auftauchen, bitten wir um ein email an den Webworker.