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20. Jahrhundert
- 1901
- Berufung einer Expertenkommission zur Weiterbearbeitung des Strafgesetzes
- 1903
- Präsentation des Vorentwurfs Strafgesetz
- 1918
- Entwurf des Bundesrats: Gesamtschweizerisches Strafgesetzbuch (StGB). Beginn der Debatten: mit oder ohne §169 (Totalkriminalisierung aller homosexuellen Akte)
- 1919
- Am 10. Juli tritt das REVIDIERTE STRAFGESETZ des Kantons BASEL-STADT in Kraft. § 93 erlaubt praktizierte Homosexualität bei Personen über 20 Jahre (Schutzalter) und verbietet männliche Prostitution
- 1922
- 7. Oktober: Der "SCHWEIZER FREUNDSCHAFTSBUND" in LUZERN gegründet
- 1925
- 17. Januar: DER SCHWEIZER FREUNDSCHAFTSBUND bezieht ein eigenes Lokal in ZÜRICH (Altstadt)
- 18./18. Oktober: Hauptversammlung in Zürich und Änderung des Namens in SBfM SCHWEIZER BUND FÜR MENSCHENRECHTE (bis ca.1930)
- 1929
- März und Dezember: Beratung des EIDEGENÖSSISCHEN StGB im NATIONALRAT, u.a. betreffend §169 über Homosexualität
- 1930
- Auflösung des SBfM
- 1931
- 6. August: AMICITIA Damen-Club Zürich (bis 1933)
- September: Beratung des StGB im STÄNDERAT: Entkriminalisierung homosexueller Akte bei Volljährigen (ab 20. Altersjahr)
- EXCENTRIC CLUB Herren-Club Zürich (bis 1932)
- 31. Dezember: BÜCHERFREUNDE- & LITERATUR-CLUB Basel (nur wenige Monate)
- 1932
- 1. Januar: Zeitschrift DAS FREUNDSCHAFTS-BANNER herausgegeben vom Damen-Club Amicitia (bis Herbst 1932, ab 15. April 1933 wieder neu herausgegeben als Schweizerisches Freundschafts-Banner vom Schweizerischen Freundschafts-Verband bis 1935, dann von der Schweizerischen Liga für Menschenrechte bis 1937)
- Der Schauspieler KARL MEIER / Rudolf Rheiner / "Rolf" kehrt aus Berlin zurück, wo er seit 1924 in seinem Beruf tätig und einige Jahre später auch gelegentlicher Mitarbeiter der Zeitschrift Der Eigene war
- HERRENCLUB FREUNDSCHAFTSBUND ZÜRICH (bis Frühjahr 1933)
- 1933
- 4. April: SCHWEIZERISCHER FREUNDSCHAFTS-VERBAND AMICITIA, ZÜRICH für Frauen und Männer (bis 1935)
- 15. April: SCHWEIZERISCHES FREUNDSCHAFTS-BANNER (FB) erscheint neu und regelmässig (bis 1937)
- 6. Mai ZERSTÖRUNG DES SEXUALWISSENSCHAFTLICHEN INSTITUTS von Dr. Magnus Hirschfeld in Berlin durch die Nazis. Auf dem Opernplatz wird die gesamte Bibliothek öffentlich verbrannt (über 20'000 Bände)
- SEKTION BASEL des Schweizerischen Freundschafts-Verbandes (bis 1935)
- SEKTION LUZERN des Schweizerischen Freundschafts-Verbandes (bis 1934)
- 1934
- 27. Mai: Karl Meier stellt unter dem Namen Rudolf Rheiner ein Gesuch um Aufnahme in den Schweizerischen Freundschafts-Verband
- 1935
- 1. Januar: Umbenennung der Organisation in SCHWEIZERISCHE LIGA FÜR MENSCHENRECHTE (bis 1938) Der Frauenanteil geht bis Ende 1941 langsam zurück. Karl Meier übernimmt sukzessive die Redaktion der Zeitschrift. Herausgeberin bleibt Anna Vock
- 28. Juni: Gesetz der Nazis zur VERSCHÄRFUNG DES § 175, Strafgesetzbuch
- 1937
- 1. Januar: Umbenennung der Zeitschrift FB in MENSCHENRECHT (bis Ende 1942)
- St. Galler Prozess gegen 74 Homosexuelle mit drastischen Strafen
- 1. Dezember: Verabschiedung des einheitlichen Strafgesetzes (StGB) durch die eidgenössischen Räte. Die Gegner ergreifen das Referendum
- 1938
- 3. Juli: VOLKSABSTIMMUNG: Annahme des Eidgenössischen Strafgesetzbuches, StGB mit Schutzalter 20 bei Männern, 16 bei Frauen. Männliche Prostitution ist verboten (im Unterschied zu weiblicher Prostitution
- Auflösung der Schweizerischen Liga für Menschenrechte, die Zeitschrift Menschenrecht erscheint weiter regelmässig
- 1942
- 1. Januar: Das neue Strafgesetz tritt in Kraft
- Menschenrecht: Die bis Ende 1941 regelmässig erschienenen SEITEN DER FRAUEN VERSCHWINDEN. Karl Meier / Rudolf Rheiner löst Anna Vock als Herausgeber ab und nennt die Organisation LESEZIRKEL. Die kämpferischen Töne weichen mehr kultur- und wissenschaftsbetonten Inhalten. Ab Nr. 4 (April) erscheint regelmässig ein FRANZÖSISCHER TEIL unter Leitung von Charles Welti
- KLUBLOKAL des Lesezirkels im heutigen Restaurant Schlauch, Marktgasse, Zürich (bis 1948)
- LE CERCLE, BIENNE, ein regelmässiger Treffpunkt (bis 1945)
- Tischrunde DER KREIS, CHUR, regelmässig (bis 1944)
