Von Frauenfeld nach Paris

Brief von René Hubert

Brief von René Hubert

Brief an Schwester Rösli, Jahr unbekannt . An seine Lieblingsschwester schrieb René Hubert viele künstlerisch gestaltete Briefe. Nachlass René Hubert.

Urheber
Brief: René Hubert
Herausgeber
Besitzer: Nachlass René Hubert
Rechte
©
Sammlungs Nr.
ID: 2113
Brief an Schwester Rösli, Jahr unbekannt
René Hubert

René Hubert, Paris

Als Kunststudent in Paris, 1916. Widmung: "Meinem lieben Schwesterchen Rösli, Weihnachten 1916, René Eugène". Nachlass René Hubert.

Urheber
Foto: unbekannt
Herausgeber
Besitzer: Nachlass René Hubert
Rechte
© Francis de Jonde
Sammlungs Nr.
ID: 2114
Als Kunststudent in Paris, 1916

René Hubert wird am 7. Oktober 1895 unter dem Namen René Eugen Huber als Bürger der Stadt in Frauenfeld geboren, als Sohn von Eugen und Rosa, geborene Ruckstuhl. Sein Vater besitzt eine Reitanstalt in St. Gallen, wo die Familie wohnt und Hubert aufwächst, zusammen mit zwei Schwestern. In St. Gallen macht er eine Stickereizeichnerlehre und besucht die Kunstgewerbeschule. 1916, mitten im 1. Weltkrieg, beginnt er an der Ecole des Beaux Arts in Paris Kunst zu studieren.

Bereits während seines Studiums findet er als Kostümdesigner Anschluss bei den Revuetheatern Bataclan, Folies Bergères und Casino de Paris. Mit seinem Feingefühl für Farben und Formen und seinem Talent für glamouröse Effekte begeistert er die Impresarios. Bald arbeitet er auch für andere Theater, entwirft Kleider für Modehäuser wie Schiaparelli, Worth, Paquin und Maggie Rouf. Und er macht seine ersten Schritte im Filmgeschäft. Damit die Franzosen seinen Namen schöner aussprechen können, setzt er hinter Huber ein "t".

Christian Wapp, September 2020