1983

HuK Zürich

Die Gründung

Titelblatt-Kopf Schild-Chrötli, 5/1983

Titelblatt-Kopf Schild-Chrötli, 5/1983

Titelblatt-Kopf mit Leitsatz. Quelle: sas, Huk-Informationsblatt, 1. Jahrgang, 5/1983.

Urheber
Urheber: HUK Schweiz
Herausgeber
Besitzer: Schwulenarchiv Schweiz, Zürich (sas)
Rechte
© sas
Sammlungs Nr.
ID: 0208
Titelblatt-Kopf mit Leitsatz

Bereits zum Jahresbeginn 1983 erschien die erste Nummer der HuK-Zeitschrift Schildchrötli. Es handelte sich um eine hektographierte Publikation, die zweimonatlich im Format A4 herauskam. Zur Namensgebung war die Erklärung dem Logo (wandernde Schildkröte) beigegeben: "Die Schildkröte kann sich nur vorwärts bewegen, wenn sie den Kopf hinausstreckt!" Eine Aufforderung an alle.

Schildchrötli vom Mai/Juni 1983 berichtete von Artikeln zur HuK sowohl im Zürcherischen Kirchenboten als auch im spot1, eine Zeitschrift für junge Menschen, herausgegeben von der Jungen Kirche Schweiz, dem Schweizerischen Zwinglibund und der Reformierten Jugend, Baselland. Schildchrötli berichtete:2

"Unsere Artikel im spot und im Zürcher Kirchenboten brachten viele neue Mitglieder. Als Resultat konnte nun endlich die HuK Regionalgruppe Zürich ins Leben gerufen werden. Das Gründungstreffen fand am 15. April 1983 im Boldernhaus an der Voltastrasse statt. Die Gruppe wird sich nun alle drei Wochen dort treffen. An der ersten Versammlung waren 23 Personen anwesend. Eine schöne Zahl! [...] Markus Fischer beschloss den Abend mit einem Wort von Dom Helder Camara:

'Die Hoffnung, die das Risiko scheut, ist keine Hoffnung. Hoffen heisst: An das Abenteuer der Liebe glauben, Vertrauen zu den Menschen haben, den Sprung ins Ungewisse tun und sich ganz Gott überlassen.'

Auch bei der Gründung der HuK in Bern am 25. April 1982 stellten wir diese Worte an den Anfang."

Im Schildchrötli 5/1983 berichtete Markus Fischer "aus dem Vorstand":

"[...] Keine Angst, wir wollen die HuK nicht verbürokratisieren. Es ist aber eine Tatsache, dass unsere Gruppe mittlerweile auf 83 Mitglieder [...] angewachsen ist. Die daraus entstehende Arbeit lässt sich einfach nicht mehr von einer Person erledigen. Am Treffen vom 7. August 83 haben wir deshalb sowohl eine Infogruppe aus drei Mann wie einen Vorstand gewählt. Im Vorstand sind erfreulicherweise die Frauen stärker vertreten [...]: Renate als Kassierin und Margrith Krebs als Sekretärin bilden zusammen mit mir den Vorstand. [...]"

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Ernst Ostertag, Oktober 2007

Quellenverweise
1

spot, Nr. 61, Februar 1983

2

Schildchrötli, Nr. 3, Mai/Juni 1983