1987/1988

Auf Tournee

Szenenbild 1

Szenenbild 1

Szenenbild, Fabio Eiselin (links) und Udo Zepezauer. Regie: Mani Wintsch. Projektbegleitung: Beat Schläpfer.

Urheber
Fotograf: Leonard Zubler, Zürich
Herausgeber
Besitzer: Sammlung H. Wenger/F. Eiselin, Zürich
Rechte
© Hans Wenger und Fabio Eiselin, Zürich
Sammlungs Nr.
ID: 0241
Szenenbild, Fabio Eiselin (links) und Udo Zepezauer
Szenenbild 2

Szenenbild 2

Szenenbild, Fabio Eiselin (links) und Udo Zepezauer. Regie: Mani Wintsch. Projektbegleitung: Beat Schläpfer.

Urheber
Fotograf: Leonard Zubler, Zürich
Herausgeber
Besitzer: Sammlung H. Wenger/F. Eiselin, Zürich
Rechte
© Hans Wenger und Fabio Eiselin, Zürich
Sammlungs Nr.
ID: 0240
Szenenbild, Fabio Eiselin (links) und Udo Zepezauer

Zu einer der Tournee-Vorstellungen des Theaterstücks "Wenn sich alle schützen..." schrieb Heidi Erni-Mecking im Luzerner Tagblatt:1

"[...] Mit einer Offenheit, die beeindruckte, haben die vier Theaterpädagogen der Schauspiel-Akademie Zürich das Thema Aids in ihrer Abschlussarbeit aufgearbeitet.

[...] 'Aids ist ein Makel, nicht wie Krebs oder ein Infarkt', sinniert ein aidspositiver Homosexueller. Doch dank Aids gelang es ihm, aus seiner Anonymität herauszukommen und zu seinem Anderssein zu stehen. Er fängt an zu leben. [...] Ein ungewohntes Bild, so nahe zu erleben, wie sich zwei Männer innigst umarmen. Man hörte im Saal selbst seinen eigenen Atem. Eine ergreifende Szene, genau so, wie die Schilderung des Schwulen - von Fabio Eiselin dargestellt - über die Beerdigung seines Freundes in einem Walliser Bergdorf. Niemand hätte über das Leben des Sohnes in der Stadt Näheres wissen dürfen. Doch er, der homosexuelle Freund, erhebt Anspruch auf Anerkennung seiner Pflege und seiner Beziehung zum Verstorbenen. [...]"

Im Jahresbericht der Zürcher Aids-Hilfe 1988 äusserte sich Hans Wenger zum Stück "Wenn alle sich schützen…", das auf seiner Tournee auch ein Projekt der ZAH (Zürcher Aids-Hilfe) war:

"Unsere erfolgreiche Theatertournee ging im Juni 1988 zu Ende. In rund 40 Aufführungen konnten gegen viertausend Personen erreicht werden. Die meisten Vorstellungen fanden in den ländlichen Gegenden der Agglomeration Zürich und der Innerschweiz statt, weitere in Zusammenarbeit mit den Aids-Hilfen Bern, Aargau und beider Basel. [...]

Ihnen, den engagierten Schauspielern [...], den technischen Helfern und den Veranstaltern vor Ort verdanken wir auch den finanziellen Erfolg, der sich unbeabsichtigt eingestellt hat: rund Fr. 20'000 zugunsten der ZAH! Vor allem aber freut uns, dass sich [...] über den ganzen Weg der Entstehung [...] bis zur Tournee mit Aufführungen in zehn Kantonen mit den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen Diskussionen und Informationsaustausch über Aids ergaben. Ausserordentlich viele Presseberichte zeugen davon."

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Ernst Ostertag, April 2008

Quellenverweise
1

Luzerner Tagblatt, 21. Dezember 1987