2000-2009

Zeittafel

21. Jahrhundert

2000

4. März: Gründung der Fachkommission Schwule und Lesben in der SP Schweiz.

2. Mai bis 25. Juni: Ausstellung "DER KREIS: Mitglieder, Künstler, Autoren" im Schweizerischen Landesmuseum Zürich, heute Schweizerisches Nationalmuseum.

1. bis 4. Juni: Die "EuroGames 2000", eine Sportveranstaltung für queere Menschen werden in Zürich durchgeführt. Das kulturelle Rahmenprogramm wird unter dem Namen "Warmer Mai" geführt. Für die Vorführung von queeren Filmen holen die Organisatoren das Thurgauer Filmfestival "Pink Apple" nach Zürich. Dieses wird in der Folge jährlich an beiden Orten durchgeführt.

24. Juni: CSD in Zürich, Motto: "Lesbisch - schwul - bi- national: Gleiche Rechte - wir bleiben dran!"

8. Juli: Lesbian & Gay Pride, Bern, Motto: "Liebe grenzenlos - amour sans frontières". Es geht um verbesserte Rechte von LebenspartnerInnen mit ausländischem Pass.

6. September: Gründung des Vereins "Warmer Mai", in Zürich, der in der Folge jährlich im Mai ein kulturelles Programm zusammenstellt.

18. Oktober: Der Verein "Respect - der lesbisch-schwule Fonds", meist Fonds Respect genannt, wird von Pink Cross und LOS gemeinsam gegründet.

25. Oktober: Die Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold (CVP, AI), Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) verkündet den Grundsatzentscheid des Bundesrates, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften rechtlich anerkannt und staatlich abgesichert werden sollen und dass der Bundesrat ein Gesetz ausarbeiten werde.

4. November: Der Verein "network" veranstaltet ein Symposium über die Regelung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in Europa mit Teilnehmenden aller grossen Parteien der Schweiz und Referenten aus der Schweiz und aus fünf Staaten Europas im Hotel Marriott in Zürich.

Die "European Gay Manager Association" (EGMA) wird als internationale Dachorganisation von europäischen Vereinen schwuler Führungskräfte gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählen network (CH), der Völklinger Kreis (D) und L'Autre Cercle (F).

"Gay and Lesbian Love, Gleichgeschlechtliche Liebe Leben" (GLL) das andere Schulprojekt wird als Arbeitsgruppe von Pink Cross, LOS und Fels eingesetzt. GLL bietet in verschiedenen Regionen der Schweiz Lektionen an Schulen über Homosexualität an.

"Plattform Religion", eine Arbeitsgruppe von Pink Cross, entsteht.

Die erste schwullesbische Fernsehzeitschrit "GayTV" wird lanciert und erscheint in der Folge 14-täglich.

In Zürich wird unter dem Namen "Andersheim - die neue schwul-lesbische Wohnform vorwiegend für Ältere" ein Verein gegründet, der es sich zur Aufgabe macht, alternative Lebensformen zu entwickeln, die homosexuellen Männern und Frauen einen geschützten, aber dennoch offenen Rahmen für das alltägliche Leben bieten.

2001

21. Januar: "Na und?" LesBiSchwule Gruppe Uri mit Zeitschrift "Information" entsteht.

15. Februar: Das "Partenariat cantonal Genèvois" (PACS) wird als erstes Gesetz zur Registrierung gleichgeschlechtlicher Paare in einem Kanton der Schweiz eingeführt.

8. Mai: Die ersten gleichgeschlechtlichen Paare im Kanton Genf und damit in der Schweiz lassen sich offiziell registrieren ("pacser").

23. Juni: CSD in Zürich mit dem Motto "Work together - Diskriminierung am Arbeitsplatz". Der Bundespräsident Moritz Leuenberger hält eine Rede.

7./​8. Juli: In Sion VS findet als nationales Treffen die Lesbian & Gay Pride statt.

8. September: Erster Tag der Begegnungen schwul-lesbischer Gruppen. Wanderung im Tösstal und Führung durch das Haus und Museum von Paul Burkhard in Zell.

9. Oktober: Es erscheint die erste Broschüre zur Situation von queeren Menschen am Arbeitsplatz "Queer im Job - Lesben und Schwule in der Arbeitswelt". Sie wird von der Fachgruppe "Arbeitswelt" der schweizerischen Lesben- und Schwulenorganisationen herausgegeben.

14. November: Bundesrätin Ruth Metzler stellt den Vorentwurf für ein Bundesgesetz über die gleichgeschlechtliche Partnerschaft vor.

WyberNet gay business women, ein Netzwerk für lesbische Geschäftsfrauen, wird gegründet.

"Pink Cevi", eine Gruppe für den Christlichen Verein junger Männer (CVJM) und den Christlichen Verein junger Frauen (CVJF) entsteht.

In Basel werden die "Pink Molecules", eine schwullesbische Angestelltenvereinigung für die chemische und pharmazeutische Industrie gegründet.

Unter dem Namen "Pink City" gruppieren sich die schwul-lesbischen Angestellten der Zürcher Stadtverwaltung.

"Woolf n' Wilde", der schwul-lesbische Club der Angestellten der Swiss Re in Zürich entsteht.

"Young LesBiSchwul" in Zug entsteht.

In Bern wird zum ersten Mal "Der rosarote Adrian" als Auszeichnung für schwule oder lesbische Menschen und Treffpunkte verliehen. Der Preis geht an Queersicht, Lesbisch-Schwule Filmtage.

Der Club ZABI in Zürich schliesst.

In Basel wird der Verein "Begegnung schwuler Männer" (BSM) gegründet.

2002

21. Januar: Der Zürcher Kantonsrat verabschiedet ein fortschrittliches kantonales Partnerschaftsgesetz.

Mai: "Bisexuelle Männer", eine Gesprächsgruppe der HAZ wird ins Leben gerufen.

29. Juni: In Zürich findet der CSD statt. Sein Motto lautet: "We are family".

13. Juli: Lesbian & Gay Pride in Neuchâtel anlässlich der schweizerischen Landesausstellung Expo 02.

8. September: Erster schwul-lesbischer Sternmarsch zum geografischen Mittelpunkt des Kantons Zürich, eine Demonstration zur Abstimmung vom 22. September über das kantonale Partnerschaftsgesetz.

22. September: Abstimmung im Kanton Zürich. Gesetz über gleiche Rechte für gleichgeschlechtliche Partnerschaften wird mit 62,7% angenommen. Damit wird weltweit zum ersten Mal ein solches Gesetz per Volksabstimmung geschaffen.

10. Oktober: Vernissage von "Unverschämt - Lesben und Schwule gestern und heute". Die Ausstellung zur Geschichte der Homosexuellen im Stadthaus Zürich dauert vom 11. Oktober 2002 bis 18. Januar 2003.

29. November: Der Bundesrat stellt zuhanden des Parlaments den definitiven Gesetzesvorschlag für das Partnerschaftsgesetz vor.

Dezember: "UBS Pride Switzerland", damals "pride@UBS", ein informelles Netzwerk von schwulen, lesbischen oder bisexuellen Angestellten der UBS wird gegründet.

Dezember: Die 0-Nummer von "gay.ch", eine Themenzeitschrift zu Lifestyle, Family, Party&Chill, People erscheint. GAY.ch wird ab 2003 vier Mal jährlich, ab 2005 sechs Mal publiziert.

Die "Rainbowline Romandie" entsteht, ein Beratungstelefon für Lesben, Schwule und gemischte Gruppen.

Die Jugendgruppen Spot25 (ZH), Rose (BL), ComingInn (BE) und Whynot (LU) gründen "DIAGONAL" als Nationale Dachorganisation les-bi-schwuler Jugendgruppen mit Onlineberatung für Jugendliche.

In Zürich wird von schwul-lesbischen Organisationen der Verein "Ja zum Partnerschaftsgesetz" gegründet.

Unter dem Namen "Homosexuelle Arbeitsgruppen Graubünden" (HAGR) entsteht im Kanton Graubünden ein Zusammenschluss der verschiedenen lesbischen und schwulen Gruppierungen des Kantons. Dazu gehören COD Graubünden, Rosa Telefon, Aids-Hilfe Graubünden, Capricorn.

An der Universität Freiburg wird LAGO, lesbian and gay organisation, gegründet.

In Schwyz formiert sich eine Gruppe unter dem Namen "Mythengay".

In Luzern wird zum ersten Mal ein Filmfestival durchgeführt. Es trägt den Namen "Pink Panorama" und findet in der Folge jährlich statt.

In Wil, SG, wird "Freelife", Gay- und Lesbenorganisation für Toleranz gegenüber Homosexuellen in der Ostschweiz, ins Leben gerufen.

Im Tessin entsteht "Collegati", Collettivo Lesbico Gay Ticino.

2003

9. Januar: Der europäische Menschenrechtsgerichtshof qualifiziert Diskriminierung von Homo- und Bisexuellen als ebenso schwerwiegend wie jene auf Grund von Rasse, Herkunft, Hautfarbe oder Geschlecht.

10. Januar: Die Wanderausstellung "derBUS" wird in Dagmersellen (LU) zum ersten Mal gezeigt. Sie gibt Einblicke ins Leben von Lesben und Schwulen heute und soll während einigen Jahren in vorwiegend ländlichen Gegenden Station machen. Finissage ist am 18. Mai 2008 in Zürich, nach über fünfjähriger Tournee durch 15 Kantone.

3. März "RADIGAL" wird als LGBTI-Fachgruppe der Freisinnigen Partei (FDP) Schweiz und der Jungfreisinnigen gegründet.

21. Mai: Im Kanton Zürich können sich ab diesem Tag binationale Paare auch registrieren lassen, wenn der Aufenthalt des ausländischen Partners noch nicht geklärt ist.

29. Mai / 1. Juni: Im Volkshaus und in der Tonhalle Zürich wird das SchwuLesbische Chorspektakel durchgeführt.

28. Juni: CSD in Zürich mit dem Motto "landauf - stadtab".

1. Juli: Das neue kantonal zürcherische Gesetz für gleichgeschlechtliche Partnerschaften tritt in Kraft.

5. Juli: Lesbian & Gay Pride in Delémont (JU).

19. Juli: Erster CSD "3Land" in Basel für die Regio Basiliensis (Schweiz, Deutschland und Frankreich) wird durchgeführt.

1. September: Die Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich (HAZ) bilden die Arbeitsgruppe Schule mit den Untergruppen "gay teachers lesBischwule LehrerInnen im Kt. ZH", "Bildungspolitik" und "GLL Zürich Schulbesuchgruppe".

4. September: VoGay und Lilith reichen eine Petition mit 3000 Unterschriften in Lausanne ein und fordern damit ein kantonales Partnerschaftsgesetz.

13. September: Tag der Begegnungen schwullesbischer Gruppen. Es wird eine Wanderung (mit Führung) auf dem Jakob Stutz Wanderweg von Pfäffikon (ZH) nach Wila im Tösstal durchgeführt.

2. Oktober: Nationaler Verein "Ja zur Partnerschaft" wird gegründet von Pink Cross, network, LOS und FELS.

11. Oktober: Die erste offizielle kirchliche Trauung eines gleichgeschlechtlichen Paares findet in der christkatholischen Zürcher Augustinerkirche an diesem Coming Out Tag statt. Zur gleichen Zeit verweigert die evangelisch-reformierte Kirchenpflege Winterthur-Seen eine solche Feier für das zweite offiziell registrierte Paar im Kanton Zürich.

9. November: Das heutige "QueerUp Radio" startet unter dem Namen "GayRadio" auf Radio RaBe in Bern mit einer vierzehntäglichen Sendung. Heute ist es in Bern (RaBe) und in Zürich (LoRa) zu hören.

29. November: Erstes Koordinationstreffen aller Gruppierungen zum Thema "Jugend und Schule".

2./​3. Dezember: Das Bundesgesetz zur eingetragenen Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare wird im Nationalrat mit 118 zu 50 Stimmen angenommen.

"Querbeet", eine Gruppe schwul-lesbisch-bi-transgender Gärtner und Gärtnerinnen entsteht. Sie gehört zur Fachgruppe Arbeitswelt von Pink Cross.

In Glarus entsteht "Tödigay", eine Gruppe für Homosexuelle aus dem ganzen Kanton.

Unter dem Namen "Caméléon" wird eine Jugendgruppe in Winterthur gegründet.

Die "Les Homos" in Schaffhausen lösen sich auf.

Die letzte Tagung auf Boldern wird durchgeführt.

UPDATE, das Magazin und Sprachrohr der LesBiSchwulen Konferenz der Zentralschweiz (gegr. 1998) erscheint erstmals und soll fünf Mal pro Jahr herauskommen.

In Brig (VS) wird "annersoberwallis", eine Gruppe für Schwule und Lesben im Oberwallis gegründet.

Der Club Isola an der Gempenstr. 60 in Basel wird geschlossen.

Die schwule Jugendgruppe Rose in Basel wird gegen Jahresende aufgelöst, Nachfolgerin wird die Jugendgruppe "grenzenlos".

2004

Januar: Die 1993 gegründete Lesbenberatung in Zürich ist neu im Centro der Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich zu finden.

Januar/Februar: Die letzte Ausgabe der spot news, Infos der Jugendgruppe spot 25, erscheint.

Februar: Die HAZ veröffentlicht neu statt dem bisherigen Schwall die erweiterte Zürcher "gayAgenda" in Zusammenarbeit mit der HAB. Sie erscheint 10mal jährlich.

Februar: In Bern entsteht die Schwul-lesbisch-bisexuelle Jugendgruppe "Grenzenlos", sie hält sich bis Juni 2005.

Februar: Homosexuelle und Kirche (HuK) Zürich löst sich auf. Es bleiben die HuK Basel und die HuK Bern bestehen.

27. März: Pink Cross Mitgliederversammlung in Lugano. Erstmals seit der Gründung weigert sich die Behörde einer Gaststadt (Bürgermeister oder Präsident), Pink Cross offiziell zu begrüssen.

1. April: Die Jugendgruppe spot25 wird zur Arbeitsgruppe der Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich.

17. April: In Sitten/​Sion (VS) wird die Association romande "Oui au partenariat enrégistré", als Regionalverein Romandie für die Partnerschaftskampagne, gegründet. Darin gemeinsam vertreten sind die Organisationen Alpagai (VS), Dialogai (GE), Juragai (JU), Homologay (NE), LAGO, Lestime, Lilith, Sarigai (FR), 360°(GE) und VoGay (VD).

20. April bis 30. Mai: In Basel wird unter dem Titel "Küssen Sie Frauen? Oder lieber Männer? Unverschämt unterwegs" die Ausstellung vom Winter 2002/​2003 in Zürich gezeigt. Einige Teile der Zürcher Ausstellung werden ersetzt durch Informationen zur Situation in Basel.

3. Mai: In St Gallen wird "Expect", eine Jugendgruppe für Homo- und Bisexuelle bis 26 Jahre, gegründet.

16. Mai: Die neue Verfassung für den Kanton Freiburg, die einen Artikel über gleichgeschlechtliche Partnerschaft enthält, wird in einer Volksabstimmung mit 44'864 gegen 32'446 Stimmen angenommen. Sie tritt am 1. Januar 2005 in Kraft und löst die Verfassung von 1857 ab.

16. Mai: "LesBiSchwul in der Schule", unter diesem Titel findet im Provitreff Zürich eine Podiumsdiskussion u.unter anderem mit der Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli statt, organisiert durch die Arbeitsgruppe Schule der HAZ.

25. Mai: In Basel findet eine Diversity Konferenz: "Vielfalt produktiv nutzen - Diversity-Management und sexuelle Orientierung am Arbeitsplatz" statt. Organisiert wird sie durch Rolf Stürm. Am Abend moderiert Patrick Rohr ein öffentliches Podium.

1. Juni: Das akut: magazin erscheint als Nachfolgezeitschrift von aK.

3. Juni: Der Ständerat verabschiedet das Bundesgesetz für die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare (Partnerschaftsgesetz) mit 25 zu 0 Stimmen bei 4 Enthaltungen.

5. Juni: CSD in Zürich mit Motto: "Rights Now! - Lesben & Schwule weltweit".

12. Juni: Der erste offen schwule Mann wird zum Präsidenten einer Kantonalpartei gewählt: Martin Naef leitet die SP Zürich.

18. Juni: Schlussabstimmung zum nationalen Partnerschaftsgesetz.

1. Juli: Das Partnerschaftsgesetz des Kantons Neuchâtel tritt in Kraft.

5.-10. Juli: In Genf findet die Pride Romande (Lesbian & Gay Pride) statt, mit einem grossen Umzug am 10. Juli.

23.-26. August: Die 12. Ausgabe der Rapperswiler Schwulen Filmtage ist zugleich auch die letzte.

25./​26. September: "30 Jahre LesBiSchwul". Die Jubiläumstagung auf der Boldern muss wegen mangelndem Interesse abgesagt werden.

7. Oktober: EVP, EDU, SD und Teile der SVP reichen in Bern fast 67'000 Unterschriften gegen das Partnerschaftsgesetz ein. Damit ist das Referendum zustande gekommen.

16. Oktober: Erste Wahl einer Miss Gay wird, zusammen mit der Wahl des Mister Gay zum Grossanlass im Zürcher Kongresshaus. Beide wollen sich im Kampf um das eidgenössische Partnerschaftsgesetz engagieren.

23. Oktober: Grossdemo zum Partnerschaftsgesetz in Bern.

In der Romandie entsteht "La Boussole", eine Gruppe zur Sensibilisierung für die sexuelle Orientierung und die unterschiedlichen Identitäten. Sie ist an Pink Cross und LOS angeschlossen.

Die Pensionskasse der Stadt Bern führt nach Beschluss des Stadtberner Parlaments (54 gegen 16 Stimmen) ab 2006 die Gleichstellung von homosexuellen Paaren ein.

Gemäss einem Entscheid des Berner Obergerichtes gilt das Opferhilfegesetz auch für die Partner gleichgeschlechtlicher Paare.

Kanton Basel-Stadt: Im neuen Pensionskassengesetz werden gleichgeschlechtliche Partnerschaften verankert.

"Gay Fricktal", unter diesem Namen bilden homosexuelle Frauen und Männer aus dem Fricktal (AG), dem Baselbiet und angrenzenden Regionen eine Gruppe.

Aus dem bisherigen Wisch entsteht "Wilsch", Winterthurer Lesben und Schwule. Der Clubraum Derwisch wird umbenannt in Badgasse 8.

Gay Film Rapperswil-Jona entsteht aus Klick.

Nach 1999 werden in St. Gallen zum zweiten Mal Filme gezeigt, nun unter dem Namen "Queer Kinok".

Der Bärenclub St. Gallen / Ostschweiz wird umbenannt in "Säntis-Gays".

2005

Januar: In Genf eröffnet dialogai den ersten "Checkpoint", Gesundheitszentrum für schwule und andere Männer, die Sex mit Männern haben.

24. März: Gründung von "Queerofficers Switzerland", Vereinigung homosexueller Offiziere der Schweizer Armee.

16. April: Gründung des Vereins "European Gay and Lesbian Manager Association" (egma) in Wien: Gründungsmitglieder sind network (CH), Völklinger Kreis (D), Wirtschaftsweiber (D), L'Autre Cercle (F), PrIMO (I) und AGPro (A). Die Mitglieder von egma sind alle Verbände schwuler und lesbischer Führungskräfte.

21. März: In Bern findet zur Eröffnung der Kampagne eine Medienkonferenz des Vereins "Ja zum Partnerschaftsgesetz" statt.

23. April: Grossanlass in Willisau (LU) und Luzern (Hotel Schweizerhof) zur offiziellen Eröffnung der Abstimmungskampagne "Ja zum Partnerschaftsgesetz".

4. Juni: In Zürich findet der CSD mit einem Motto zur Abstimmung statt: "Go for YES!".

5. Juni: An der nationalen Abstimmung über das "Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare" stimmt das Volk mit 58% Ja der4 Vorlage zu. Die Stimmbeteiligung beträgt 55,7%.

18. Juni: In Luzern findet die gesamtschweizerische Lesbian&Gay Pride unter dem Motto "Sowieso" statt.

23. Juni: In St. Gallen wird die fünfte Sektion von network gegründet: Ostschweiz und Liechtenstein.

30. Juli-7. August: European LBGT youth exchange in Schaan-Vaduz, Davos und Zürich, Motto "To break taboos".

30. September-29. Oktober: Als dritter Ort zeigt Bern die Ausstellung "Unverschämt unterwegs", modifiziert und auf die Berner Verhältnisse ausgerichtet.

4. November: Gründung von "Happy gays", einer les-bi-schwulen Jugendgruppe in Neuchâtel. Ziele sind Austausch, Beratung und Unterstützung.

28. November: Claude Janiak (SP, BL) wird als erster, offen schwul lebender Mann zum Präsidenten des Nationalrates für 2006 gewählt.

2. "Pink Flamingo", lesbischwules Festival in Basel.

In Lausanne wird die erste französischsprachige Regionalgruppe von "network" gegründet.

"HALLOWELT!", ein Verein für Coming-out und Aufklärung entsteht an den Kantonsschulen Baden, Aarau (AG) und Olten (SO), gegründet von den Kantonsschülern Ivo Colombo (Aarau) und Ruben Ott (Baden).

2006

Ab Januar: Die Gruppe Spätzünder der Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich (HAZ) nennt sich neu "gay: my way" und versteht sich nun als Ort der Hilfe für Leute aller Altersklassen im Coming-out.

30. Januar: "Homologay", Neuchâtel löst sich auf.

11. Februar: "Imbarco immediato", eine Gruppe für Schwule und Lesben wird im Tessin gegründet.

27. März-3. April: Die Weltkonferenz der "International lesbian, gay, bisexual, trans and intersex Association" (ILGA) findet in Genf statt.

9. April: Bernhard Pulver (Grüne Freie Liste, BE) wird als erster offen lebender Schwuler zum Regierungsrat gewählt.

27. April: Die Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich (HAZ) wählen mit Theres Bachofen die erste Frau zur Präsidentin.

9.-11. Juni: CSD in Zürich, das Motto ist: "Akzeptanz macht Schule!". Es wird die Aufklärung an Schulen angesprochen.

5. Juli: Die bisherigen Schulprojekt-Gruppen mit Vertretern und Vertreterinnen aus Pink Cross, LOS, fels und HAZ schliessen sich zusammen und treten neu unter der Bezeichnung "Fachgruppe Bildung" auf. Heute erscheinen die Gruppen unter dem Namen "Eduqueer", getragen von Pink Cross, LOS, fels und Transgender Network Switzerland (TGNS).

12. Juni: Der "Checkpoint" Zürich, zweites Gesundheitszentrum für schwule und andere Männer, die Sex mit Männern haben, wird eröffnet.

6.-9. Juli: Gesamtschweizerische Lesbian & Gay Pride in Lausanne mit dem Thema "Tout près de chez vous / Ganz in eurer Nähe". Grosses Defizit, darum 2007 keine Pride.

15. September: Auflösung des nationalen Vereins "Ja zur Partnerschaft".

9.-12. November: Zehn Jahre "Queersicht", Lesbisch-schwules Filmfestival Bern.

2007

1. Januar: Das "Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare" tritt in Kraft.

1. Februar: In Bern gründen Fans der Berner Young Boys den Verein "Wankdorf Junxx" als ersten schwullesbischen Fussball-Fanclub in der Schweiz.

24. Februar: Die Jugendgruppe "Happy Gays" in Neuchâtel übernimmt das Erbe von Homologay.

23. April: Zur Vorbereitung und Durchführung der Europride vom Mai/​Juni 2009 in Zürich wird der Verein "Europride09" gegründet.

5. Mai: Gründung von "LHIVE", der nationalen Vereinigung für Menschen mit HIV und Aids.

11.-19. Mai: "Pink Apple" das schwullesbische Filmfestival von Frauenfeld und Zürich findet zum zehnten Mal statt.

1.-3. Juni: CSD in Zürich mit dem Motto: "Bekenne dich!".

6.-8. Juli: Am "Züri-Fest" in Zürich wird erstmals an einem solchen Grossanlass ein Gay-Village Teil der offiziellen Veranstaltungen.

14. Juli: Erstes Schweizer Openair-Festival für Lesben und Schwule in Meilen (ZH).

2008

23. Februar: Gründung des Vereins "pink cop", Schweizerischer Verein von Polizei-Corps-Angehörigen, heute "pinkcop - LGBTI Police Switzerland", mit Sitz in Zürich.

30. Mai-1. Juni: Der CSD in Zürich trägt, in Anspielung auf die Fussball Europa Meisterschaft, die wenig später stattfindet, das Motto "offside & mittendrin".

21./​22. Juni: Die Lesbian & Gay Pride in Biel trägt das Motto:"ensemble - miteinander".

Sommer: Das akut: magazin stellt sein Erscheinen nach 25 Ausgaben ein, das Nachfolge-Magazin nennt sich "display".

11.-14. September: In Basel findet das erste schwule Filmfest "Luststreifen" statt.

Das Beratungstelefon "RainbowLine" wird neu auch zur Meldestelle bei homophober Gewalt.

In Schaffhausen entsteht "Queerdom - queere Vielfalt in Schaffhausen», eine neue Gruppe für Lesben, Schwule, bi und trans* Menschen.

2009

10. Februar: Die letzte der Regionalgruppen "Homosexuelle und Kirche" (HuK), die Gruppe Bern, löst sich auf.

2. Mai: Eröffnung der "Europride09" in Zürich.

3. Juni: Vernissage der Website "www.schwulengeschichte.ch".

4.-7. Juni: Hauptveranstaltung der "Europride09" mit Demo-Umzug durch die Innenstadt von Zürich mit einem Fest auf dem Münsterhof und in den Stadthausanlagen mit ca. 100'000 Besuchern.

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Daniel Bruttin, März 2021